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| Lawrence WEINER PRESS RELEASE 2006 2006 Moving On: Motion Bas Jan Ader Fischli & Weiss Rodney Graham Mark Lombardi Gordon Matta-Clark Lawrence Weiner 8. Juli bis 9. September 2006 Am Freitag den 7. Juli eröffnet die Galerie Thomas Schulte von 18 bis 21 Uhr ihre erste Ausstellung in ihren neuen Räumen in der Charlottenstraße 24 in Berlin Mitte. Unter dem Titel "Moving On: Motion" wird hier in Anspielung auf die gerade vollzogene Ortsveränderung assoziativ das Thema Bewegung aufgegriffen und anhand einiger herausragender Positionen illustriert. Bewegung ist vielfach und auf zahlreichen Ebenen definierbar. Wir verstehen darunter nicht nur die physische Bewegung von einem Ort A zu einem Ort B. Bewegung ist auch geistige Bewegung und sie kann bewusst oder unbewusst vollzogen werden. Unsere eigene Bewegtheit oder Unbewegtheit beeinflusst unsere Wahrnehmung und die Wahrheit unserer Aussagen, und gleichzeitig können Unbeweglichkeit oder die Hemmung von Bewegung große geistige, körperliche und soziale Gefährdungen darstellen. Rodney Graham’s berühmter Ausstellungsbeitrag "Halcion Sleep" zeigt den Künstler nach Einnahme eines starken Schlafmittels auf der Rückbank eines Autos liegend. Er wird schlafend von einem Bett in ein anderes transportiert. Die geistige Kontrolle seiner Bewegung in der physisch realen Welt ist ausgeschaltet. Die Bewegung vollzieht sich körperlich, aber nicht geistig. Sind wir Herr unserer Bewegung oder dessen, was wir dafür halten? Bas Jan Ader vollzieht die Bewegung, die einen dreifarbigen Blumenstrauß in drei einfarbige Sträuße und diese zurück in einen dreifarbigen Strauß verwandelt. Er findet damit unter anderem auch eine Metapher für unser tägliches Handeln und unser Bestreben, Realität ordnend zu gliedern. Eine geistige Bewegung, die von einer höheren Ebene betrachtet auch ohne wirklichen Wert sein könnte und eine gewisse Entsprechung und Erwiderung in der endlosen Reihe von unwahrscheinlichen aber geplanten Zufällen in der Kettenreaktion von Fischli & Weiss findet. Mark Lombardi wiederum zeichnet ein System weltumspannender finanzieller Kriminalität und die Verbindungen internationaler Machtkartelle auf. Bewegungen, die uns ohne unser Wissen beeinflussen und regieren. Und Gordon Matta-Clark gibt in einem Skizzenbuch in 21 Zeichnungen die tänzerische Energie wieder, die ein so großer Faktor seines ganzen schöpferischen Handelns und Denkens ist. |